Die Datenplattform war gesetzt. Zu entscheiden war, wo die Prognose künftig lebt und wie sie sich weiterentwickeln lässt. Eine Prognose, die in Rückstellungen und Monatsabschlüsse einfließt, muss dabei jeder Prüfung standhalten.
Die vorhandene Logik zuerst überführen. Das bestehende Regelwerk stammte aus der Welt des Controllings. Im ersten Schritt wurde es eins zu eins in der Datenplattform nachgebaut, damit es dort messbar, vergleichbar und ablösbar wurde. Wie in allen Predictive-Analytics-Projekten von foobar Agency diente diese einfache, nachvollziehbare Fassung als Messlatte, gegen die sich jede weitere Modellversion beweisen musste.
Das Ergebnis dieser Gegenüberstellung war für beide Seiten aufschlussreich: Ein deutlich aufwendigeres Modell schnitt schlechter ab als die simple, aber durchdachte Messlatte. Eine Erkenntnis mit Reichweite über dieses Projekt hinaus, denn Komplexität zahlt sich erst aus, wenn sie ihren Nutzen belegt.
Eine Ordnung für das, was danach kommt. Damit die Prognose nach der Übergabe lebendig bleibt, wurde festgelegt, wie Versionen entstehen und einander ablösen: Die jeweils beste Fassung läuft produktiv, Herausforderer werden daneben gegen dieselbe Messlatte geprüft. Das beantwortet die Frage, die bei Datenprojekten am Ende immer steht, nämlich was passiert, wenn die externe Unterstützung weg ist.